Skip to main content

Kochen mit Wermutkraut – immer gut bekömmlich

Kochen mit Wermutkraut - immer gut bekömmlichIn einem alten, 1585 erschienenen Kräuterbuch heißt es: „Wermutkraut in Wasser gesotten oder das Pulver in Wein gemischt, bekomt de Magen wol, stillet den Schmerz und leßt das Blut nit faulen.“ Dass Wermut gut für die Galle ist und für einen geregelten Stuhlgang sorgt, steht ebenfalls in diesem alten Buch. Das „grimmen im Leib“ kann das Kraut stoppen und dass es auch in der Küche genutzt wurde, davon ist ebenfalls die Rede. Kochen mit Wermutkraut ist ein Balanceakt, denn Wermut ist bitter, aber eine Bereicherung für viele Gerichte.

Seit 500 Jahren bekannt

Gewürze wie Zimt, Pfeffer oder Vanille waren vor 500 Jahren noch unbekannt, gewürzt wurde mit heimischen Kräutern wie Petersilie, Dill oder Wermut. Dass das Wermutkraut gesund ist, war damals bereits bekannt. In allen Kräuterbüchern aus dem 15. und 16. Jahrhundert wird das Wermutkraut mit seinen vielen positiven Eigenschaften lobend erwähnt. Für die Menschen im Mittelalter war Kochen mit Wermut normal. Sie nahmen den bitteren Geschmack des Krauts gerne in Kauf, um nach dem Essen mehr Alkohol trinken zu können. Auch zur Bekämpfung des sogenannten „kalten Fiebers“ kam Wermut zum Einsatz. Gemeint ist damit wahrscheinlich die Malaria, Kochen mit Wermutkraut sollte sogar eine Ansteckung verhindern. Magenverstimmungen und Blähungen, Verstopfung und Beschwerden mit der Galle – auf das alles hatte Wermut im Essen einen positiven Einfluss. In der heutigen Zeit wird Wermut wiederentdeckt und Kochen mit Wermutkraut ist keine Seltenheit mehr.

Einen guten Einfluss

Kochen mit Wermut ist ohne Zweifel gesund, jedoch erfordert es Übung. Wermut enthält neben Gerbsäuren auch Bitterstoffe, die das Essen automatisch bekömmlicher machen. Beim Kochen mit Wermutkraut wird außerdem die Produktion der Verdauungssäfte im Magen, in der Leber und in der Galle gefördert. Wenn der Appetit nachlässt, kann es helfen, Wermutkraut ins Essen zu geben. Fettige Mahlzeiten macht das Kraut leichter verdaulich, ein ähnlicher Effekt, wie ihn auch Kümmel hat. Was das Kochen mit Wermutkraut schwierig macht, ist der sehr bittere Geschmack. Wer sich damit nicht so recht anfreunden kann, sollte eine Tasse Wermuttee vor dem Essen trinken, damit das Essen nicht so schwer im Magen liegt.

Wermut in der Küche

Kochen mit Wermut kommt nur für ganz bestimmte Gerichte infrage. Das Heilkraut passt unter anderem zu vielen Wildgerichten vom Hirsch, Reh oder auch Kaninchen. Zum Gänsebraten ist Beifuß ebenso gefragt wie Wermutkraut. Ein fettiges Eisbein im Sauerkraut oder in der Erbsensuppe lässt sich mit Wermutkraut deutlich besser vertragen. Bei der Dosierung ist hingegen Vorsicht geboten, denn eine Prise zu viel und das Essen schmeckt bitter. Wermut hat ein ganz eigenes Aroma, was das würzige Aroma von anderen Gewürzen sehr schnell aufhebt.

Fazit

Wie Basilikum, Dill oder Petersilie ist Wermut kein klassisches Gewürzkraut, das in jeder Küche zu finden ist. Wie der Dill, so dient auch das Wermutkraut lediglich dazu, die Speisen bekömmlicher zu machen. Es gibt allerdings Rezepte, in denen das Kochen mit Wermutkraut ausdrücklich empfohlen wird. Meist handelt es sich dabei um deftige Gerichte, die sich nicht so schnell verdauen lassen und einen intensiven Eigengeschmack haben. Wer das Heilkraut einmal als Würzkraut einsetzen möchte, sollte sich sehr genau an die Mengenangaben halten.

Bild: @ depositphotos.com / AndrisTkacenko

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (332 Bewertungen, durchschnittlich: 4,81 von 5)

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von wermuttee.de
Redaktion

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen / Letzte Aktualisierung am 15.10.2019 / Affiliate Links * / Platzierung nach Amazonverkaufsrang / Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen

Nach Oben