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Wermuttee selber herstellen – Gesundheit, die bitter schmeckt

Wermuttee selber herstellen„Artemisia absinthium“ heißt der Wermut mit botanischem Namen. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Halbstrauch, der einen Meter in die Höhe wächst. Der Wermut ist Teil der großen Familie der Korbblütler und zu Hause ist das bittere Kraut in den trockenen Gebieten von Eurasien, aber auch in Europa und in Nordamerika. Wermutkraut wächst sehr aufrecht und ist graufilzig behaart, nur am oberen Teil der Pflanze sind Zweige vorhanden. Wer seinen Wermuttee selber herstellen möchte, muss sich entweder an die Blätter oder an die Blüten halten.

Eine Heilpflanze mit langer Geschichte


Der Wermut hat als Heilkraut eine sehr lange Geschichte. Schon in der Antike haben die Menschen Wermut in ihre Gärten gepflanzt. Die Römer wie auch die Griechen konnten ihren Wermuttee selber herstellen und haben ihn unter anderem getrunken, wenn der Appetit zu wünschen übrig ließ oder wenn es Probleme mit der Galle gab. Im Mittelalter hatte der Wermut ebenfalls einen sehr guten Ruf und wenn die Menschen Wermuttee selber herstellen wollten, wurde aus den Abfallprodukten Schnaps. Das war zwar verboten, da der Rausch gefährlich war, gekümmert hat das jedoch niemanden. Irgendwann im Laufe der Geschichte verlor der Wermut als Heilpflanze seine Bedeutung und wurde erst im 19. Jahrhundert wieder entdeckt. Allerdings gab es damals kaum jemanden, der seinen Wermuttee selber herstellen wollte. Es ging einmal mehr um den bitteren Wermut in Form von hochprozentigem Alkohol.

Ein gefährliches Kraut

„Absinthium“ lautet ein Teil des lateinischen Namens des Wermutkrauts, als Absinth hat die Heilpflanze vor 200 Jahren eine recht zweifelhafte Karriere gemacht. Im 19. Jahrhundert war der giftgrüne Schnaps aus Wermut, Melisse, Anis und allerlei Kräutern eine Art Modedroge. Die kreativsten Künstler der damaligen Epoche tranken die „grüne Fee“, wie der Absinth auch genannt wurde, um ihr Bewusstsein zu erweitern und um noch kreativer zu sein.

Einigen Künstlern wie dem Maler Vincent van Gogh, bekam die „grüne Fee“ nicht sonderlich gut, er schnitt sich im Rausch ein Ohr ab. Zwischen 1910 und 1923 war der Modeschnaps verboten, weil er zu psychischen Erkrankungen, Schädigungen der Nerven und zu Problemen mit dem Magen-/Darmtrakt führte. Das hielt allerdings diejenigen, die ihren Wermuttee selber herstellen wollten, nicht davon ab, aus dem Abfall wieder Schnaps zu brennen. Heute ist Absinth zwar wieder erlaubt, aber mit einem Grenzwert für Thujon, den Wirkstoff, der den Absinth so gefährlich macht.

Köstlich auch als Likör

Wer seinen Wermuttee selber herstellen möchte und dafür die Blüten der Pflanze sammelt, sollte auch die Blätter mit nach Hause nehmen. Aus den Blättern lässt sich der Saft der Pflanze pressen, der bei der Herstellung von Wermutlikör eine wichtige Rolle spielt. Bekannt wurde dieser spezielle Likör als Maitrunk und empfohlen hat ihn Hildegard von Bingen. Sie bezeichnete den Wermutlikör als stimmungsaufhellend sowie gesund für Herz und Lunge. Er soll auch den Magen an kalten Wintertagen wärmen, etwas, was der Tee aus Wermutkraut ebenfalls gut kann. Die heilkundige Hildegard von Bingen riet dazu, zwischen Mai und Oktober jeden dritten Tag auf nüchternen Magen ein kleines Glas zu trinken.

Wer Wermuttee selber herstellen kann, wird auch keine Schwierigkeiten mit dem Likör haben. 50 Milliliter Wermutsaft, 150 Gramm Honig und einen Liter Weißwein in einen großen Topf geben und nur kurz aufkochen lassen. Noch heiß in saubere Flaschen füllen und den Likör genießen. Alle, die ihren Wermuttee selber herstellen, haben auch ein effektives Mittel gegen Insektenstiche aller Art.

Ein gutes Mittel


Die ätherischen Öle im Wermut sorgen dafür, dass Insekten die Lust verlieren und nicht zustechen. Einfach eine Handvoll Wermutkraut in einem Liter Wasser fünf Minuten kochen und dann abkühlen lassen. Den Sud anschließend in einen leeren Parfümzerstäuber oder ein ähnliches Behältnis füllen und sich regelmäßig damit einsprühen. Das hält die Insekten garantiert auf Distanz. Hat die Mücke jedoch bereits zugestochen, dann das Wermutkraut zwischen den Handflächen verreiben und anschließend auf dem Insektenstich verteilen. Da Wermutkraut wie auch der Wermuttee eine antibakterielle Wirkung haben, kann sich der Insektenstich nicht so schnell entzünden.

Fazit um Wermuttee selber herstellen

In der freien Natur ist Wermutkraut nicht so leicht zu finden. Trotzdem sollten diejenigen, die Wermuttee selber herstellen wollen, mit offenen Augen an Wiesen oder an Waldrändern vorbeigehen. Mit ein wenig Glück wächst dort auch das bittere Kraut. Der Wermut wächst bis 1,20 Metern in die Höhe und er schimmert in silbergrau. Diese Farbe haben auch die Blüten, die zudem filzig behaart sind. Gut zu erkennen ist das Wermutkraut an seinen Blütenkörbchen, die die Form einer Kugel haben. Die gelben Blüten sind für alle von Interesse, die ihren Wermuttee selber herstellen möchten. Die beste Zeit, um Wermut zu finden, ist jedes Jahr zwischen Juli und September, wenn diese besondere Heilpflanze blüht.

Bild: @ depositphotos.com / nanka-photo

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Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von wermuttee.de
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