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Bitter, aber gesund – das macht die Wermuttee Wirkung aus

Wermuttee Wirkung„Was bitter dem Mund, ist dem Herzen gesund“, so heißt ein altes Sprichwort. Diese Aussage macht deutlich, wie wichtig Bitterstoffe für die Gesundheit sind. Es gibt einige Heilpflanzen, die den Körper mit den nötigen Bitterstoffen versorgen, eine der bekanntesten und effektivsten ist der Wermut. Alle, die sich unter Wermut ein Getränk vorstellen, liegen nicht ganz falsch, aber es ist das Wermutkraut, was für seine gesunden Bitterstoffe bekannt ist. Wermut ist ein Begriff, der meist negativ besetzt ist. Wenn es einen Wermutstropfen gibt, ist das etwas Unschönes. Der berühmte bittere Nachgeschmack beschreibt den Wermut, der eigentlich nur gute Seiten hat. Die Wermuttee Wirkung ist auf jeden Fall gut für die Gesundheit.

Bekannt bereits in der Antike

Das „Papyrus Ebers“ ist eines der ältesten Bücher, die es auf dieser Welt gibt. Es stammt aus dem alten Ägypten und widmet sich medizinischen Themen, ebenso wie den Heilkräutern und den Heilpflanzen. Unter anderem befindet sich in diesem bemerkenswerten Buch auch ein Abschnitt über die Wermuttee Wirkung und wie man den Wermut am besten anwendet. Wermut trägt den biologischen Namen „Artemisia absinthium“ und ist eine Pflanze, die im Garten bis zu einem Meter hoch wachsen kann.

Die Äste sind stark verzweigt und die Blätter gräulich-grün. Auf den Stängeln und den Blättern befinden sich winzige silbergraue Härchen. Schön anzusehen sind die Blütenköpfe des Wermuts, die eine nickende, verzweigte Rispe bilden. Die Blüten selbst sind gelb und haben die Form einer kleinen Kugel. Wermut gehört zu den Korbblütlern und seine Blütezeit liegt zwischen Juli und September. Zu Hause fühlt sich die Pflanze in Europa, aber auch in Asien und im Norden von Amerika. Der Wermut wächst mit Vorliebe dort, wo es trocken ist, zum Beispiel am Wegrand und an Felshängen.

Welche Teile der Pflanze sind gesund?

Wenn es um die Teile geht, die für die Wermuttee Wirkung infrage kommen, ist das einfach zu beantworten: Es sind alle Teile des Krauts. Ausgenommen ist hier nur die Wurzel, in der sich keine der wichtigen Bitterstoffe befinden. Die Wermuttee Wirkung setzt ganz auf die Bitterstoffe, im Kraut sind es 0,15 bis 0,4 Prozent. Die Substanz Absinthin ist die Hauptkomponente bei der Wermuttee Wirkung. Zudem sind 0,2 bis 1,5 Prozent ätherische Öle im Wermut zu finden, die sich unter anderem aus Chrysanthenylacetat und alpha-Thujonen zusammensetzen. Das Öl hat eine intensive dunkelgrüne Farbe, die bei einem bestimmten, aus Wermut hergestellten Getränk eine wichtige Rolle spielt. In erster Linie kommt es jedoch auf die Wermuttee Wirkung an und dafür ist das Kraut verantwortlich. Wie wirkungsvoll der Tee und auch andere Produkte aus dem Wermut sind, das hängt unter anderem vom Alter der Pflanze und von der Herkunft ab.

Was macht den Wermut so gesund?

Wermut ist ein Bitterkraut, was auch den Beinamen „Amarum“ führt. Für den sehr bitteren Geschmack sind die im Kraut enthaltenen Bitterstoffe zuständig, die eine ganz bestimmte Funktion haben. Die Wermuttee Wirkung beginnt bereits im Mund, denn schon dort regen diese so bitteren Aromen die Geschmacksknospen an. Das führt in der Folge zu einer reflexartigen Freisetzung von Magensäure und Speichel. Kommen die bitteren Substanzen anschließend in den Magen- und Darmtrakt, dann setzt sich die Wermuttee Wirkung fort. Dort setzen die Bitterstoffe spezielle Verdauungshormone frei, damit der Körper Gallensäure ausschütten kann. Zudem regt die Wermuttee Wirkung den Appetit an und das Kraut wirkt sich auch positiv auf die Verdauung aus. Menschen, die unter häufigem Völlegefühl und Blähungen leiden, sollten sich von der Wermuttee Wirkung überzeugen. Wirksam ist der Tee ebenfalls für Menschen, die unter Appetitlosigkeit leiden, beispielsweise während einer Krebsbehandlung.

Mit Vorsicht zu genießen

Normalerweise ist Wermuttee gut verträglich, selbst wenn der bittere Geschmack Gewohnheitssache ist. Reines Wermutöl ist allerdings nicht zu empfehlen, denn das konzentrierte Öl kann unerwünschte Nebenwirkungen zur Folge haben. Im Öl ist viel des Wirkstoffs Thujon zu finden, der auch bei der Herstellung des berühmt-berüchtigten Absinth eine wichtige Rolle spielt. Eine zu hohe Konzentration und zu viel des Öls führt zu starken Erbrechen, zu Krämpfen und schließlich zu Benommenheit. Wermut darf weder als Öl noch als Tee in der Schwangerschaft und der Stillzeit zum Einsatz kommen. Alle, die generell auf Pflanzen aus der Familie der Korbblütler allergisch reagieren, sollten auch keinen Wermuttee trinken.

Wie wird Wermuttee zubereitet?


Anders als der bittere Aperitif und der bekannte Absinth, kommt es beim Wermuttee auf die richtige Zubereitung an. Wichtig ist es, nur eine kleine Menge Wermutkraut zu verwenden, denn selbst wenn die Menge zwischen drei Finger passt, kann sich die Wermuttee Wirkung noch immer voll entfalten. Das Kraut in eine Tasse geben, mit heißem Wasser übergießen und den Wermuttee eine Minute ziehen lassen. Sofort wird sich ein zwar aparter, aber doch sehr bitterer Geruch verbreiten.

Vor dem Essen getrunken regt der bittere Tee den Appetit an, was auch erklärt, warum der Wermut gerne als Aperitif vor der Vorspeise gereicht wird. Wer Probleme mit dem Magen oder mit der Magenschleimhaut hat, sollte den Tee 15 Minuten vor dem Essen trinken, damit die Wermuttee Wirkung noch Zeit hat, sich zu entfalten. Nach dem Essen wirkt der Wermuttee wie ein Digestif, denn er regt die Tätigkeit der Galle an. Wer zwar auf die Wermuttee Wirkung vertrauen möchte, aber den bitteren Geschmack des Tees nicht mag, sollte bei der Zubereitung einige Blättchen Pfefferminze unter das Kraut mischen.

Gut gewärmt durch den Winter

Alle, die nach einem Tee suchen, der im Winter gut wärmt und in der Lage ist, Erkältungen abzuwehren, sollten sich auf die Wermuttee Wirkung verlassen. Vielleicht fällt es ein wenig schwer, sich an den bitteren Geschmack zu gewöhnen, aber sobald der Tee aus dem Wermutkraut im Magen angekommen ist, macht sich eine wohlige Wärme breit. In früheren Zeiten nutzten die Menschen die Wermuttee Wirkung auch gegen Frostbeulen. Sie haben aus dem Kraut einen starken Sud aufgegossen, ihn in heißes Wasser gegeben und dann die betroffenen Körperteile darin gebadet. Auch heute genießt der Wermut noch einen sehr guten Ruf, um kalte Füße schnell warm zu bekommen. Wer selbst bei frostigen Temperaturen noch herrlich warme Füße haben möchte, sollte sich auf die Wermuttee Wirkung verlassen und ein Massageöl selbst herstellen:

  • 50 Gramm Wermutkraut in ein Glas mit Schraubdeckelverschluss geben und mit 125 Milliliter nativem Olivenöl übergießen. Die Mixtur 14 Tage an einen warmen Ort stellen und sie anschließend durch ein feines Sieb gießen. Wenn die Füße im Winter kalt sind, die Füße damit massieren und dann ab ins warme Bett.

Wermuttee kann Erkrankungen abwehren

Schon Hildegard von Bingen kannte und schätzte die Wermuttee Wirkung. Sie nannte das Kraut „den wichtigsten Meister gegen alle Erschöpfungen“. Sie empfahl den Tee bei Magenproblemen und bei Schwierigkeiten mit der Verdauung. Der „Kräuterpfarrer“ Sebastian Kneipp war ebenfalls vom Wermut begeistert und von der Wermuttee Wirkung überzeugt. Pfarrer Kneipp sah im Wermut außerdem eine Heilpflanze, die Erkrankungen verhindern kann. Vor allem im Herbst und im Winter, wenn die Erkältungszeit kommt, kann Wermutkraut eine effektive Waffe sein. Wermuttee trinken ist hilfreich, auch ein selbst hergestelltes Spray mit einer desinfizierenden Wirkung hilft dabei, die Keime, Bakterien und Viren auf Distanz zu halten. Aus je einem Teelöffel getrockneten oder zwei Teelöffeln frischem Thymian, Lavendel, Rosmarin und Wermut sowie zwei Gewürznelken und einem halben Liter Apfelessig eine Flüssigkeit ansetzen, die vier Wochen lang ziehen muss. Danach durch ein Sieb schütten, in eine kleine Pumpflasche füllen und als Spray nutzen.

Die Wermuttee Wirkung für die Augen


Selbst wenn es viele vielleicht nicht vermuten, aber die Wermuttee Wirkung erstreckt sich außerdem auf die Augen. Wenn die Nacht lang war und die Augen am nächsten Morgen geschwollen sind, einfach zwei Wattepads mit Wermuttee tränken und auf die Augen legen. Schon nach wenigen Minuten geht die Schwellung der Augen zurück und der Blick wird wieder klar. Für dieses wohltuende Elixier einen halben Teelöffel getrocknetes oder einen Teelöffel frisches Wermutkraut mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, fünf Minuten ziehen lassen und danach durch ein Sieb gießen. Den Tee anschließend abkühlen lassen und nach Bedarf die Wattepads für zehn Minuten auf die Augen legen.

Wermuttee ist nicht nur eine gute Lösung, wenn die Partynacht lang war. Auch für alle, die lange Stunden auf einen Computerbildschirm schauen, können mit dem Tee ihre Augen erfrischen. Falls die Augen gerötet sind oder die Augenlider sich entzündet haben, ist der Tee ebenfalls zu empfehlen. Für die äußerliche Anwendung darf der Wermuttee ruhig ein wenig stärker sein. Wird er getrunken, dann reicht allerdings eine Minute als Ziehzeit vollkommen aus.

Fazit zur Wermuttee Wirkung

Wermut ist eine faszinierende Heilpflanze, auch in Hinsicht auf den Absinth, der aus dem Kraut hergestellt wird. Vor allem junge Leute assoziieren mit Wermut die Spirituose Absinth, die auch die „grüne Fee“ genannt wird. Im 18. Jahrhundert hatte Absinth in Künstlerkreisen den Ruf, die Kreativität zu fördern. Der destillierte Schnaps aus Wermut, Anis und allerlei grünen Kräutern versetzte einige bekannte Künstler in einen Rauschzustand, der jedoch nicht allen gut bekam. Während Pablo Picasso mit der Hilfe des grünen Schnapses die Bilder der blauen Periode malte, schnitt sich sein Kollege Vincent van Gogh im Rausch ein Ohr ab. Oscar Wilde und Ernest Hemingway schrieben besonders gut, wenn sie Absinth konsumiert hatten und nahmen dafür sogar einen schrecklichen Kater in Kauf.

Bild: @ depositphotos.com / Kassandra2

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Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von wermuttee.de
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